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7 Fragen an Triathlon-Coach Patrick Harms

7 Fragen an Triathlon-Coach Patrick Harms

Hallo Patrick, stell dich doch bitte mal kurz vor.

Ja, hallo – ich bin Patrick und hoffentlich dein neuer Triathlon-Coach. Spaß bei Seite, danke dir für die Gelegenheit mich und meine Arbeit hier vorstellen zu dürfen und dass du für die Triathleten da draußen so eine Plattform schaffst. 

Ich komme aus Niedersachsen und bin mittlerweile 37 Jahre alt. Im Triathlon bin ich nun seit 2014 mit den ersten Wettkämpfen in 2015. In meiner Vergangenheit habe ich alle möglichen Sportarten gemacht. Da war von Kampfsportarten bis Badminton und Turnen alles einmal dabei. Aber irgendwie war ich nirgendwo so richtig, richtig gut. Aber ausdauernd war ich überall. Im Triathlon habe ich dann das gefunden, was ich wirklich gerne mache. Sowohl als Athlet als auch als Coach.

Warum bist du Triathlon-Coach geworden?

Ich hatte schon immer eine Tendenz zum Erstellen, Aufbauen, Kreieren und Konzipieren in mir. Ich mag es Situationen und „Problemstellungen“ anzuschauen und passende Wege und Werkzeuge dafür auszuwählen.

Dazu ist Triathlon auch einfach eine geile Sportart.

Die Komplexität in Trainingssteuerung, Gesundheit, Psychologie und Material bietet hier ein großartiges Feld. Wenn ich es hier mit einer Sportlerin oder einem Sportler schaffe, ein ganzheitliches Konzept umzusetzen und die Person gesund ihre Ziele erreicht, dann bin ich einfach glücklich. Ach, und als aktiver Triathlet war ich eine Weile verletzt, aber ich konnte unseren schönen Sport nicht loslassen. Eine Aus- und viele Weiterbildungen haben mir sehr viel Spaß gemacht, so war das Interesse an einer beruflichen Umorientierung sehr groß.

Was war dein bisher schönster Moment als Coach?

Oh, das ist schwer. Ich möchte hier nicht einzelne Momente einzelner Athleten gegeneinander gewichten und vergleichen. Schöne Momente sind auf jeden Fall immer, wenn ich ein Danke von den Sportlerinnen und Sportlern bekomme und die sich tierisch freuen. Ich mag es einfach einen Mehrwert darzustellen. Dabei standen sich bisher sowohl ein Finish des ersten Triathlons und geschaffte Hawaii-Qualis emotional bei den Sportlern in nichts nach.

Hast du eine bestimmte Athleten-Zielgruppe, mit der du schwerpunktmäßig zusammenarbeitest?

Nein. Hat etwa ein Semi-Profi ein höheres Anrecht auf eine gute Betreuung als jemand anderes?

Das finde ich nicht. Die meisten erfahrenen Triathleten müssen in der Regel eh auf die Basics zurückgeführt werden. Mit YouTube und allen möglichen Gadgets wird ein Vorteil in den letzten paar Prozent gesucht (ist cool, macht auch wirklich richtig Spaß), aber dabei dürfen wesentliche Elemente wie Konstanz, Qualität, Erholung und Gesundheit nicht verloren gehen.

Natürlich haben unterschiedliche Persona auch unterschiedliche Betreuungsaufwände und ich kann nicht jeden Fall abdecken oder bin persönlich für jeden Fall der richtige. Daher lerne ich die Personen gerne vorher kennen und spreche über die Möglichkeiten.

Wie beschreibst du deinen Coaching-Style?

Analytisch, zielgerichtet und lehrend. Ich gucke mir viele Dinge ganz genau an: wo steht die Person? Wo kommt sie her und wo will sie hin? Das sowohl von der Seite Physiologie als auch der Psychologie. Wir ticken ja nicht alle gleich und müssen da anders an die Hand genommen werden.

Menschen die immer nur Vollgas und Leistungswillen kennen, musst du anders vermitteln, dass der Laufumfang vielleicht etwas kürzer und das Tempo etwas niedriger ausfallen muss. Hier triggered man zu schnell die Angst, dass man nicht genug tut und das ist nicht gut für das Vertrauen. Da kommt dann die edukative Seite ins Spiel: Prozesse, Entwicklungen und Konsequenzen erläutern und beschreiben. Ich beziehe da auch gern eine langfristige Perspektive mit ein. Lieber jetzt weniger, aber mit frischen Beinen und guter Technik laufen und dafür nächstes und übernächstes Jahr eine deutlich höhere Grundgeschwindigkeit zu haben.

Auch die Klassiker wie „GA-Ausfahrt mit Freunden eskaliert zur Strava-Segmente-Jagd“ kriegt man damit gut eingefangen und wenn sie doch mal sein müssen (so ist das Leben eben 😉), dann gibt es Werkzeuge an die Hand, wie wir die negativen Effekte abfangen. Am Ende soll es Spaß machen!

Was sagst du neuen Athleten in eurem ersten Kennenlerngespräch?

„Hallo, wie geht’s dir?“ – ich glaube das ist tatsächlich mein erster Satz. Im ersten Kennenlernen geht es mir darum ein Gespür für den Athleten und seine Bedürfnisse zu bekommen. Ich geh hier noch nicht zu sehr ins Detail, aber möchte eine Ahnung haben, wie die Person tickt, ob ich die richtigen Mittel habe und auch überhaupt der richtige bin.

Das Pricing ist da ebenfalls individuell. Ein unterschiedlicher Betreuungsaufwand spiegelt sich da bei mir auch im Preis wider. Ein Update-Call jede Woche ist eine ganz andere Geschichte als alle 4 Wochen eine kurze E-Mail. Nach dem Kennenlernen unterbreite ich ein entsprechendes Angebot.

Gehen wir dann gemeinsame Wege, dann wird der nächste Termin intensiver. Hier geht es dann um die Details wie Stressoren im Leben (Beruf, Privat), Gesundheit, Ziele, aktuelles Training usw. Da möchte ich ein rundes Bild bekommen.

Welche Tools, Methoden oder Gadgets setzt du bei deinen Athleten ein?

Methodik oder methodisches Vorgehen ist mein Nummer 1 Tool. Dinge müssen einen Zweck erfüllen und sind nicht einfach nur da, weil sie jeder macht. Um methodisch und objektiv vorzugehen, bediene ich mich (bedarfsgerecht) ganz unterschiedlicher Tools. Dazu gehört unteranderem ein metabolisches Profil, um die Physiologie der Sportlerin oder des Sportlers zu verstehen und adäquates Training planen zu können.

Mir ist auch eine Trainingsplattform wichtig, mit der Athleten ihre zeitliche Verfügbarkeit kommunizieren können. Das ist für mich essentiell in der Individualisierung des Trainingsplan. Ansonsten greife ich in eine breite Toolbox, die z.B. Stryd, Leomo, Lactate Scouts und die typischen Spielzeuge enthält. Aber auch ganz „einfache“ Dinge wie gute Kommunikation und Zuverlässigkeit sind mir wichtig.

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Dieser Post wurde von Triathlon-Coaches.com veröffentlicht.

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